Exemplarische Restaurierungsdetails

Seit Jahren erleben wir in der Praxis immer wieder die Verwendung von Detaillösungen, die durchaus den statischen Ansprüchen genügen, aber nicht unserer Vorstellung von zurückhaltender Ästhetik in einem denkmalgeschützten Gebäude.

Gerade alte Dachstühle und Holzkonstruktionen stehen nicht im Fokus der Öffentlichkeit. Ihre Ästhetik erschließt sich nicht direkt.

Planer sehen hier oft die statische Erfassung und den Nachweis der Kräfteverläufe im Vordergrund. So kommen additive Lösungen mittels verbolzter Anlaschungen oder verschraubter Überleger zum Einsatz. Diese Reparaturdetails springen aus dem ursprünglichen Gefüge der Konstruktion und verändern das Erscheinungsbild oft kolossal.

Wir empfehlen gezielt Holz- in Holz Lösungen, mittels Anschuhungen und Blättern verbunden und durch Holzstäbe verklemmt und gesichert. Diese Verbindungen sind nach der Fertigstellung kaum wahrnehmbar und belassen die Schönheit der ursprünglichen Konstruktion.

Da wir als Handwerker im Restaurierungsalltag erst an die Objekte kommen, wenn die Einflussmöglichkeit auf die Reparaturlösungen nicht mehr gegeben ist, möchten wir im Vorfeld die in der Denkmalpflege tätigen Menschen für die Schönheit und den Charme historischer Holzkonstruktion nochmals sensibilisieren und auf die von uns in der Praxis erprobten und als exemplarisch wahrgenommenen Restaurierungsdetails aufmerksam machen.

Hier beraten wir in problematischen Lastfällen oder bei schwierigen örtlichen Gegebenheiten, wie z.B. zu schützende Stuckunterdecken, etc.
auch Sie gerne persönlich.

Wir möchten auch auf die Möglichkeiten der Fortbildungseinrichtung der Probstei Johannesberg und der hier ebenfalls ansässigen Beratungsstelle hinweisen.

Die anschließenden Restaurierungsdetails wurden uns freundlicherweise von dem Ingenieurbüro Frischmuth/Gelnhausen zur Verfügung gestellt.
Beratungsstelle Probstei Johannesberg